WERNER KLINGLER

Biografie

*23. Oktober 1903, Stuttgart – †23. Juni 1972, Berlin

Werner Klinglers Karriere beginnt als Darsteller an kleinen Bühnen. 1925 verschlägt es ihn nach Amerika, wo er am deutschsprachigen Theater von Milwaukee arbeitet und später als kleinerer Schauspieler in mehreren Hollywood-Produktionen mitwirkt. Dort lernt er 1931 Luis Trenker kennen. Klingler kehrt mit ihm 1931 nach Europa zurück, wo er im Jahr darauf die Tongestaltung von „SOS Eisberg“ übernimmt. Mit „Die Sündflut“ liefert er sein Regiedebüt ab, das aber wegen Zensurproblemen unvollendet bleibt. 1941 dreht Klingler den Propagandafilm „Wetterleuchten um Barbara“ und 1943 stellt er die anti-englische Produktion „Titanic“ für den verhafteten Regisseur Herbert Selpin fertig. Nach zwei Nachkriegsfilmen arbeitet Werner Klingler bis Mitte der 50er Jahre als Schauspieler in den USA. Anschließend ist er wieder in Deutschland als Regisseur für die verschiedensten Produktionen, wie z.B. den Edgar-Wallace-Streifen „Das Geheimnis der schwarzen Koffer“ (1961) oder das Remake von „Das Testament des Dr. Mabuse“ (1962), zuständig. Insgesamt zeichnet er als Regisseur für mehr als 30 Filme verantwortlich.


 

"Die Degenhardts" - D 1944, 93 Min., Farbe: SW

Regie: Werner Klingler - Drehbuch: Wilhelm Krug, Georg Zoch, nach einer Idee von Hans Gustl Kernmayer - Produzent: Conrad Flockner - Produktionsfirma: Tobis-Filmkunst GmbH, Berlin - Verleih: Transit Film GmbH - Kamera: Georg Bruckbauer - Musik: Herbert Windt - Darsteller: Heinrich George, Renée Stobrawa, Wolfgang Lukschy, Ilse Petri, Gunnar Möller

Inhalt: Dem Lübecker Staatsobersekretär Degenhardt wird statt der erhofften Beförderung der Rentenbescheid überreicht. Der gestrenge Vater tut gegenüber seiner Familie aber so, als ob er jeden Tag auf Arbeit geht. Als der Krieg ausbricht, erhält er die Gelegenheit, trotz seines Alters, seine Pflicht als Inspektor zu erfüllen.                           

Info: Der als Durchhaltefilm gedachte Propagandastreifen erhielt die Einstufung „staatspolitisch wertvoll“ und „künstlerisch wertvoll“. Seine Aufführung wurde nach 1945 von der Alliierten Militärregierung verboten.      


 

"Razzia" - SBZ (DDR) 1947, 92 Min., Farbe: SW

Regie: Werner Klingler - Drehbuch: Harald G. Petersson - Produzent: Willi Herrmann - Produktionsfirma: DEFA-Studio für Spielfilme - Verleih: Deutsche Kinemathek - Kamera: Friedl Behn-Grund, Eugen Klagemann - Musik: Werner Eisbrenner- Darsteller: Paul Bildt, Elly Burgmer, Agathe Poschmann, Friedhelm von Petersson, Nina Konsta

Inhalt: In der Nachkriegszeit macht der Schwarzmarkthandel der Berliner Polizei zu schaffen. Nach einer Großrazzia und Ermittlungen in der Tanzbar „Alibaba“ wird Kriminalkommissar Naumann ermordet. Der Barbesitzer Goll versucht den Kriminalbeamten Becker mit einer seiner Tänzerinnen zu ködern. Doch Naumanns Nachfolger lässt die Bar umstellen und verhaftet nach einer Schießerei alle Gangster.   

Info: In einer Kriminalstory verpackt werden die Probleme der Nachkriegszeit geschildert und Aufklärung hinsichtlich der neuen Ordnungsmacht im Bereich der Verbrechensbekämpfung betrieben. Sein realistisches Thema und die authentische Atmosphäre machten den Film zu einer der bestbesuchten DEFA-Produktionen der damaligen Zeit.        


Biografie und Filminformationen als Download
Filmblatt Werner Klingler.pdf

 

           


 

Text

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